Beide Fettsäuren sind für den Körper wichtig. Das Problem liegt meist nicht in ihrer Existenz, sondern im Verhältnis, in dem sie in der modernen Ernährung vorkommen.
Genau deshalb achten wir im VitalDuo-Alltag bewusst darauf, wie wir Fette auswählen.
Was Omega-6 und Omega-3 überhaupt sind
Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren gehören zu den essentiellen mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
„Essentiell“ bedeutet:
Der Körper kann sie nicht selbst herstellen – wir müssen sie über die Ernährung aufnehmen.
Beide erfüllen wichtige Funktionen im Körper, unter anderem für:
- Zellmembranen
- Hormonsysteme
- Stoffwechselprozesse
Das Problem ist also nicht Omega-6 selbst.
Das Problem ist das Ungleichgewicht.
Das moderne Fettsäureproblem
Viele Ernährungswissenschaftler gehen davon aus, dass das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 früher deutlich ausgeglichener war.
Schätzungen gehen davon aus, dass es früher ungefähr bei:
2:1 bis 4:1
lag.
In modernen westlichen Ernährungsweisen liegt das Verhältnis jedoch häufig bei:
10:1 bis 20:1 oder sogar höher.
Das liegt vor allem daran, dass viele Lebensmittel große Mengen Omega-6 enthalten.
Wo besonders viel Omega-6 enthalten ist
Omega-6-Fettsäuren kommen vor allem in bestimmten Pflanzenölen vor, die heute sehr häufig verwendet werden.
Dazu gehören zum Beispiel:
- Sonnenblumenöl
- Maiskeimöl
- Sojaöl
- Distelöl
Diese Öle finden sich in vielen:
- Fertiggerichten
- Snacks
- Backwaren
- Restaurantgerichten
Dadurch steigt der Omega-6-Anteil in der Ernährung automatisch.
Warum Omega-3 oft zu kurz kommt
Während Omega-6 in vielen Lebensmitteln vorkommt, sind Omega-3-Fettsäuren in deutlich weniger Produkten enthalten.
Typische Quellen sind zum Beispiel:
- fetter Seefisch (Lachs, Makrele, Hering)
- bestimmte Algen
- hochwertige Fischöle
- einige Samen wie Leinsamen
Viele Menschen essen jedoch nur selten fetten Fisch.
Deshalb fällt es im Alltag oft schwer, ausreichend Omega-3 aufzunehmen.
Warum das Verhältnis eine Rolle spielen kann
Omega-6 und Omega-3 nutzen im Körper teilweise dieselben Stoffwechselwege.
Wenn sehr viel Omega-6 vorhanden ist, kann das dazu führen, dass Omega-3 weniger stark zur Wirkung kommt.
In der Ernährungsforschung wird deshalb häufig diskutiert, dass ein ausgewogeneres Verhältnis möglicherweise günstiger für verschiedene Stoffwechselprozesse sein kann.
Wie wir im Alltag damit umgehen
Im VitalDuo-Alltag versuchen wir, das Verhältnis bewusst zu beeinflussen.
Das bedeutet für uns vor allem zwei Dinge:
1. Omega-6 reduzieren
Wir verwenden möglichst wenig:
- Sonnenblumenöl
- stark verarbeitete Pflanzenöle
- industrielle Fertigprodukte
Stattdessen kochen wir meist mit:
- Olivenöl
- Butter
- Kokosöl
2. Omega-3 erhöhen
Gleichzeitig versuchen wir, Omega-3-Quellen bewusst einzubauen.
Das kann über:
- fetten Fisch
- bestimmte Lebensmittel
- oder hochwertige Omega-3-Öle
geschehen.
Wir selbst verwenden beispielsweise seit Jahren ein Omega-3-Öl von TISSO Naturprodukte, das wir auch in unseren Lives regelmäßig erwähnen.
Kein Dogma – sondern ein bewusstes Verhältnis
Uns geht es dabei nicht darum, Omega-6 komplett zu vermeiden.
Diese Fettsäuren sind ebenfalls wichtig für den Körper.
Unser Ansatz ist vielmehr:
Das Verhältnis wieder etwas näher an das heranzubringen, was der Körper ursprünglich gewohnt war.
Das bedeutet:
-
weniger stark verarbeitete Pflanzenöle
-
mehr natürliche Omega-3-Quellen
FAQ
Häufige Fragen zu Omega-6 und Omega-3
Ist Omega-6 ungesund?
Nein. Omega-6-Fettsäuren sind ebenfalls essentielle Fettsäuren und erfüllen wichtige Funktionen im Körper.
Warum wird das Verhältnis so oft diskutiert?
Viele Ernährungsweisen enthalten heute deutlich mehr Omega-6 als Omega-3. Dieses Ungleichgewicht wird in der Forschung häufig untersucht.
Welche Lebensmittel enthalten viel Omega-3?
Typische Quellen sind fetter Seefisch, Algen, bestimmte Samen und hochwertige Fischöle.
Muss man Omega-3 supplementieren?
Das hängt vom individuellen Konsum von Fisch und anderen Omega-3-Quellen ab. Manche Menschen entscheiden sich für eine Ergänzung.
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